Wie belastet sind insbesondere Menschen mit Suchterkrankungen oder anderen psychischen und sozialen Problemen in dieser Zeit? Das möchte die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen mit einer bundesweiten Online-Befragung herausfinden.

Darum geht es

Psychologen warnten angesichts des Shutdowns vor einer erheblichen Zunahme an Depressionen, Angstzuständen und häuslicher Gewalt. Vor allem die Versorgung und der Zustand von Menschen mit vorhandener Diagnose werde sich verschlechtern, warnten Experten, da Betroffene aus Angst vor Ansteckung seltener Ärzte und Psychologen aufsuchten und mit den veränderten Lebensbedingungen schlechter zurecht kämen.

Doch wie sehr sind die Menschen durch die Corona-Pandemie tatsächlich belastet? Wie haben insbesondere Menschen mit psychischen und sozialen Problemen diese Zeit erlebt und haben sich ihre Erkrankungen sogar verstärkt? Das möchten Aachener Studierende des Masterstudiengangs „Klinische Sozialarbeit“ an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) mit einer bundesweiten Online-Befragung herausfinden.

Hier kann man teilnehmen

Alle Interessierten sind eingeladen, bis zum 15. Juli 2020 unter www.katho-nrw.de/coronaumfrage an der 15-minütigen Befragung teilzunehmen.

Das steckt dahinter

„Im Fokus unserer Befragung stehen Menschen, die psychisch vulnerabel sind und schon vor dem Shutdown auf psychosoziale Hilfen angewiesen waren“, sagt Studienleiter Professor Dr. Daniel Deimel. „Auch gehen wir der Frage nach, ob sich bestehende Probleme im Shutdown verstärkt haben und auf welche Unterstützungssysteme Betroffene zurückgreifen können.“ Ebenso werden in der geplanten Gelegenheitsstichprobe Daten zu finanzieller Belastung, Angst vor Jobverlust, Stress durch Kinderbetreuung und Homeschooling in der Corona-Krise erhoben.

Neben Erkenntnissen zur Lebenssituation von psychisch vulnerablen und sozial belasteten Menschen in der aktuellen Zeit möchte man Unterstützungsbedarf ermitteln und diesen an psychosoziale Hilfseinrichtungen rückmelden. So können die Einrichtungen zielgerichtet Maßnahmen entwickeln.

Unterstützt wird die Umfrage von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP), der Deutschen Aidshilfe (DAH), der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG), der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit in der Suchthilfe (DG-SAS), der Telefonseelsorge Aachen und vom Psychiatrie Verlag.

Quelle: KatHO NRW

 

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Dies ist ein Beitrag aus der shape UP Business.